ALLES ÜBER RUNDERNEUERTE REIFEN


1. WAS SIND RUNDERNEUERTE REIFEN?

Wenn man von einem „runderneuerten“ Reifen spricht, meint man damit einen wiederverwendbaren gebrauchten Reifen, bei dem die abgefahrene Lauffläche durch eine neue Lauffläche ersetzt wird.. Vor der Wiederverwendung wird der Reifen eingehend auf eventuelle Mängel überprüft, um festzustellen, ob er für die Runderneuerung tauglich ist oder nicht. Die Runderneuerung eines Reifens verlängert nicht nur seine Lebensdauer, sondern ist außerdem ein Prozess, bei dem im Vergleich zur Herstellung von Neureifen Energie und Rohstoffe (wie Erdöl und dessen Derivate) gespart und weniger Treibhausgase (CO2) ausgestoßen werden.

Das eingehende Prüfungsverfahren besteht aus mehreren Schritten. Jeder Hersteller führt nacheinander verschiedene Tests aus, bevor er den Reifen für die Runderneuerung freigibt. Dazu gehören:

-  Eine erste manuelle Sichtkontrolle der Karkasse;

Inspektion unter Druck, um eventuelle Risse festzustellen;

Shearografie-Prüfung;

Radioskopie;

- Perforationserkennungssystem;

- etc.

Nach der Inspektion wird mit der Fabrikation begonnen, der eigentlichen Runderneuerung. Es gibt zwei verschiedene Runderneuerungsverfahren:

 

 Die Kaltrunderneuerung: hierbei wird zunächst die abgefahrene Lauffläche vollständig entfernt. Daraufhin wird die Karkasse konturgerecht geraut. Der neue Profilstreifen samt Bindeplatte ist bereits vorher vulkanisiert worden und wird jetzt bereits fertig auf die Karkasse aufgelegt. Daraufhin erfolgt eine erneute Vulkanisation, damit der Profilstreifen perfekt an der Karkasse haftet.

Die Heißrunderneuerung: auch hier wird zunächst die abgefahrene Lauffläche entfernt und die Karkasse angeraut, um den Reifen vorzubereiten. Im Unterschied zur Kaltrunderneuerung jedoch wird Rohgummi (also nicht vulkanisiertes Material) verwendet, das mitsamt der Reifenflanke heiß in die Reifenform gepresst wird, wobei dem Reifen die Form und das entsprechende Profil verliehen werden.

Der fertige runderneuerte Reifen wird denselben strengen Sicherheits- und Qualitätskontrollen unterzogen wie Neureifen, bevor er auf den Markt kommt.
Nicht alle Reifen taugen zur Runderneuerung. Der wichtigste Teil des Reifens in dieser Hinsicht ist die Karkasse und nur Reifen, die von Anfang an eine Karkasse von exzellenter Qualität hatten, können später auch runderneuert werden.


2. WELCHE GARANTIEN BIETET DER RUNDERNEUERTE REIFEN?

Runderneuerte Reifen bieten dieselben Qualitäts- und Sicherheitsgarantien wie Neureifen und eine vergleichbare technische Qualität in Eigenschaften wie Laufleistung, Bremswege oder Kraftstoffverbrauch.  Der Herstellungsprozess erfüllt die gleichen technischen Anforderungen und Standards wie der von Neureifen und erfordert die modernsten Technologien der Branche.

Das Runderneuerungsverfahren entspricht den EU-Normen sowie den Regelungen der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE). Diese Regelungen legen ähnliche Sicherheitsstandards fest wie für Neureifen und verpflichten die Hersteller dazu, zahlreiche Qualitätskontrollen durchzuführen.

- UN/ECE-Regelung 108: Über die Zulassung von runderneuerten Reifen für Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger.

- UN/ECE-Regelung 109 : Über die Zulassung von runderneuerten Reifen für Nutzfahrzeuge und ihre Anhänger.


Immer öfter liest man die Etikette „Öko“ oder „Grün“ in Bezug auf Autoreifen. Damit ist in Wirklichkeit nichts Anderes gemeint, als dass es sich um einen runderneuerten Reifen handelt. Warum diese neue Benennung? Der runderneuerte Reifen ist umweltfreundlicher, weil beim Herstellungsprozess sehr viel weniger Energie und Rohstoffe verbraucht und weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. So schont der Gebrauch eines runderneuerten Reifens im Vergleich zum Gebrauch eines Neureifens die Umwelt. Durchschnittlich wird bei der Herstellung eines runderneuerten Reifens 74 kg CO2, 29,5 l Erdöl und 1981 l Wasser eingespart.

Umweltfreundlich aber auch wirtschaftlich: Die Herstellungskosten eines runderneuerten Reifens sind bis zu 60% geringer als die eines Neureifens, was sich selbstverständlich beim Endpreis des Reifens bemerkbar macht.

Anmerkung: Die Bezeichungen „Grün“ oder „Öko“ werden für Reifen verwendet, deren Herstellungsprozess bestimmte Umweltkriterien erfüllt, aber auch für Reifen mit einem speziellen Profil und geringem Rollwiderstand, die zu einem verringerten Treibstoffverbrauch führen.

 

3. BESSER ALS IHR RUF 

Die Runderneuerung hatte in der Vergangenheit gelegentlich einen schlechten Ruf, vor allem aufgrund mangelnder Kenntnisse, aber heutzutage erfreut sich dieses Verfahren immer größerer Beliebtheit, vor allem aufgrund der vielen Vorteile für den Umweltschutz:

Verringerter Rohstoffverbrauch im Vergleich zur Herstellung von Neureifen;

Geringerer Energieverbrauch bei der Herstellung;

Bedeutend weniger Industrieabfälle.

Reifen haben eine begrenzte Lebensdauer: Sie werden für ein paar Jahre verwendet und danach entsorgt. In den letzten Jahren sind darum immer mehr Unternehmen entstanden, die darauf spezialisiert sind, Altreifen zu sammeln oder zu recyceln.  Zu welchem Zweck? Um unseren alten Reifen ein zweites Leben zu verleihen.

Millionen gebrauchter Reifen werden hierfür eingehend untersucht und in zwei Kategorien unterteilt:

 Wiederverwendbare Altreifen: zur Runderneuerung geeignet.

Nicht wiederverwendbare Altreifen: nicht zur Runderneurung geeignet, obwohl sie recycelt und als Rohmaterial für andere Produkte verwendet werden können.

Über 1000 Jahre: so lange dauert es, bis ein Reifen auf natürliche Weise abgebaut wird.

650 000 Tonnen: das ist das Gesamtgewicht an Altreifen, die jedes Jahr in Deutschland anfallen.

Um die negativen Auswirkungen dieser Abfälle auf die Umwelt etwas zu mildern, gibt es folgende Möglichkeiten:

Wiederverwendung dieser Reifen durch Runderneuerung;

Recycling nicht wiederverwendbarer Altreifen,  indem das Material in seine Hauptbestandteile aufgeteilt wird (Gummi, Stahl und Textil). Das Gummi wird unter anderem zur Herstellung von Industrieböden, Sport- und Kinderspielplätzen, Materialien zur Schalldämmung, rissfesten Straßenbelägen, vibrationshemmenden Böden für Bahnsteige, Laufrollen, etc. verwendet.

Es dient auch als Bindemittel im Bitumen. Die so gefertigten Bodenbeläge erhalten auf diese Weise eine trocknende Wirkung, die Aquaplaning verhindern, das Abrollgeräusch verringern und den Alterungsprozess verlangsamen kann. Auch für Böden von Kinderspielplätzen, Kunstrasen, Sportplätzen, etc. kann es verwendet werden.

Die am häufigsten runderneuerten Reifen sind Folgende:

Flugzeug: 95 % der internationalen Fluggesellschaften verwenden runderneuerte Reifen für ihre Verkehrsflugzeuge. Sie können mehrmals runderneuert werden.

Nutzfahrzeuge (LKW, Busse, Anhänger): der Gebrauch ist weit verbreitet: in der Europäischen Union verwenden schätzungsweise 50 % dieser Fahrzeuge runderneuerte Reifen. Auch sie können mehrmals runderneuert werden.

PKW/Lieferwagen: die Verwendung nimmt stetig zu. Diese Reifen können nur einmal runderneuert werden.

Anmerkung: In den Vereinigten Staaten ist die Verwendung runderneuerter Reifen Pflicht für alle Fahrzeuge des Öffentlichen Dienstes, von der US-Armee bis zur Post. Auch in Frankreich und Spanien verwendet die Armee diese Reifen.


 4. INSA TURBO: DER SPANISCHE RUNDERNEUERUNGSBETRIEB 

Confortauto verkauft auf der Website www.confortauto.de ausschließlich runderneuerte Reifen der Marke Marke Insa Turbo.

Insa Turbo gehört zur Soledad-Unternehmensgruppe und widmet sich der Wiederaufbereitung und der Runderneuerung von Altreifen, unter Beachtung der strengsten Umweltvorschriften der Branche.

Die internationalen Zertifikate und zahlreichen Auszeichnungen zeugen vom Ansehen und der Erfahrung des Unternehmens Insa Turbo. Umweltschutz ist seit über 20 Jahren ein entscheidender Aspekt seiner Unternehmenspolitik.  Insa Turbo widmet sich sowohl der Runderneuerung als auch dem Recycling von Altreifen.

Alle Reifen werden von der ersten Inspektion bis zur Fertigstellung einem extrem anspruchsvollen Herstellungsprozess unterzogen. Ist der Reifen nicht für die Runderneuerung geeignet, wird er zerkleinert und zu Gummigranulat verarbeitet.

Ist er jedoch geeignet, so gibt ihm der Runderneuerungsprozess all seine ursprünglichen Eigenschaften zurück: Qualität, Effizienz, Garantie und Sicherheit.

Die Runderneuerung und das Recycling von Altreifen haben den CO2-Ausstoß in den letzten 20 Jahren um etwa 7 Millionen Tonnen vermindert.